Tagesablauf mit 3 Kindern unter 5 – Theorie und Praxis #1

Einen ersten Eindruck von unserem Tagesablauf konntet Ihr in meinem letzen Post bekommen. Aber wie sieht es seit der Geburt des Bauchzwergs aus? Wie gut funktioniert der ach so gut durchdachte Tagesplan? Und was lässt sich mit 3 Kindern unter 5 Jahren überhaupt planen?

Zuallererst: Nach wie vor habe ich einen Tages- und Haushaltsplan (Putzplan). Den Putzplan werde ich Euch demnächst vorstellen.

Der Tagesplan entspricht im Grunde dem den Ihr kennt und wurde nur einigen Änderungen angepasst:
– Der Tag des Bauchwzergs läuft neben unserem her und wird irgendwie eingebaut. Was sich eingespielt hat, ist das Abendritual welches auch in einem gewissen Zeitfenster stattfindet, angelehnt ans zu Bett bringen der Großen und seiner letzten Schlafphase. Ebenso haben sich in der Nacht zwei Zeitfenster gefestigt woran ich abschätzen kann, wann er morgens wach wird.
– Die Großen sind seit einigen Wochen bis Nachmittags im Kindergarten und der Große darf länger aufbleiben, wodurch sich einiges verschoben hat.
– Mein Tag passt sich zu 99% dem Bauchzwerg und den Großen an, weswegen ich meine Sachen irgendwann zwischendurch erledige – hier also die angegebenen Zeiten nicht so genau nehmen.

In der Theorie sieht unser Tag also nun folgendermaßen aus (diesen Plan habe ich so in meinem Superhausfrauen und -mutter Filofax^^):

Tagesplan

Und wie sieht es nun im Alltag aus?

Ich denke, wir haben uns gut eingespielt und jeder leistet seinen Beitrag – auch die Kinder. Sie wissen um wiederkehrende Abläufe (Morgen- und Abendritual) und ziehen im Grunde auch gut mit. Natürlich immer wieder in Versuchung Mama zu testen. Das fängt schon morgens mit filmreifen Vorstellungen im Bad nach dem Frühstück an wenn es ans Umziehen, Waschen und Zähneputzen geht, findet meist den Höhepunkt im Flur beim Schuhe- und Jackeanziehen und überhaupt: zwischen Aufstehen und dem im Kindergarten in getrennte Gruppen gehen ärgern sie sich gegenseitig oder verbünden sich gegen mich.
Und genauso geht es weiter, von dem Zeitpunkt wo ich sie abhole, der Nachmittag rumgeht und es an den allabendlichen Ablauf geht, wo getestet wird wie oft man heute in Unterhose durchs Haus hüpfen kann vorm Schlafanzuganziehen ehe das liebliche Rufen einen erst genervten  Unterton annimmt und dann lauter wird, und wie oft man vom Bett aus rufen kann um etwas im Bilderbuch zu zeigen. Diese Liste liesse sich natürlich endlos weiterführen….

Irgendwas ist immer. Aber (fast) jeden Tag stehen sie auf und kuscheln und wir kommen (fast) pünktlich los und sie liegen (fast) pünktlich und zufrieden in ihren Betten und um mich herum herrscht (meist) nicht das totale Chaos.

Wenn man die Praxis etwas gelassen angeht, ist Theorie etwas wunderbares!

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In der Zwischenzeit…

…ist gar nicht soviel passiert^^

Wir sind jetzt einer mehr, denn der Bauchzwerg ist bei uns eingezogen und seitdem sind die Kinder ständig krank. Ob das eine mit dem anderen zusammenhängt, wage ich zu bezweifeln^^

Ende November war es endlich soweit: Der Herzensmann und ich konnten unseren Bauchzwerg in die Arme schließen ❤ Die großen Geschwister haben ihn von der ersten Sekunde an in ihre großen Herzen geschlossen und kümmern sich seither rührend um ihn. Sie singen ihm etwas vor, tanzen um ihn herum, halten die Falsche, bringen Windeln, geben ihm die Gutenmorgen- und Gutenachtdinger und überhaupt sind sie zuckersüß mit ihm. Es gab nicht ein böses Wort!

Mein Wochenbett war drei Tage nach der Entbindung vorbei,weil im Kindergarten viele Wehwehchen rumgingen und meine Kinder immer „Hier“ geschrien haben müssen, so oft wie sie krank zu Hause waren in den letzten Wochen. Hinzu kamen zwei Krankenhausaufenthalte des Bauchzwergs, weil er sich einmal bei den Großen mit einem Virus angesteckt hatte und auf die Intensivstation musste für mehrere Tage und dann noch eine Leistenbruchnotoperation über sich ergehen lassen musste. So war es nicht einfach, sich kennenzulernen und einen neuen Rhythmus zu finden… Aber dazu gibt es bald mehr…

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Tagesablauf – Theorie und Praxis

Ich weiß eigentlich gar nicht mehr so richtig, wie ich auf den Trichter gekommen bin, aber eines Tages kam es über mich: Du brauchst einen festen Tagesablauf! Grade im Hinblick auf den baldigen Zwergenzuwachs und berufsbedingte Abwesenheit des Herzensmannes musste ich mir etwas überlegen, wie ich unseren Alltag strukturiere.

Und so setzte ich mich hin, ging in Gedanken unseren Tag von früh bis spät durch und versuchte eine gewisse Routine zu entdecken. Zu meinem Erstaunen klappte das auch!

Da ich zu der Zeit auch meinen Superhausfrauen-Übermutti-Filofax plante und zusammenstellte, ließ ich die Idee des durchtakteten Tagesablaufes mit einfließen.

Ob das alles noch so hinhaut wenn der Bauchzwerg seine Bauchwohnung verlässt und zu uns kommt lässt sich natürlich nicht vorausplanen. Aber wenn es soweit ist setze ich mich wieder hin und versuche die neugefundene Routine wieder festzuhalten.

Tagesplan-klein

In der Theorie liest sich das super, aber klappt das auch in der Praxis? Was Muttern gern möchte muss ja den Zwergen nicht unbedingt gefallen – schon gar nicht zu den angedachten Uhrzeiten. Aber ich muss sagen, die Zwerge machen das super! Gut, nun habe ich ihnen auch nicht gesagt das das hier jetzt alles nach Plan läuft. Es ist eigentlich alles wie immer. Nur, dass ich mehr auf die Zeiten achte um weniger in Stress zu geraten. Je weniger Stress ich habe, desto weniger genervt reagiere ich auf kleine Maleure oder Zwischenfälle und bin entspannter im Umgang mit den Zwergen. DAS hilft mir ungemein!

Habt Ihr einen festen Tagesablauf oder ist das alles mehr Zufall?

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Und wenn du mit dem Rücken an der Wand stehst…

kannst du entweder den Kopf einziehen und hoffen, dass dich jemand aus deiner Lage befreit, oder du machst dich grade und gehst nach vorne.

Ich habe mich für letzteres entschieden.

Der Herzensmann und ich sind seit über 10 Jahren zusammen und ich habe ihn als Soldaten kennengelernt. Unsere ersten 6 gemeinsamen Jahre sahen wir uns nur am Wochenende, dann wurde er in meinen Heimatort versetzt und wir hatten 4 Jahre lang eine normale er geht morgens aus dem Haus und kommt nach Dienstschluss nach Hause Beziehung. In der Zeit haben wir geheiratet und unsere zwei Zwerge bekommen.

Vor 4 Monaten bekam er Bescheid, dass er zu Aus- und Weiterbildungen, für die er sich in Absprache mit mir beworben hatte, zugelassen wird und im Zuge dessen versetzt wird.  853 km von uns weg. Das hieße also, wieder Wochenendbeziehung. Nur, dass diesmal die beiden Zwerge noch da sind und Zwerg Nr. 3 auf dem Weg ist.
Er mochte sich gar nicht richtig freuen aus Sorge um uns.

Ich fiel in ein Loch aus Selbstmitleid. Wie soll ich das alleine schaffen? 3 Kinder erziehen? Das Haus verwalten? Ihm auf die Entfernung den Rücken stärken? Wo bleibt Zeit für mich?

Seit Sonntagabend ist er nun fort. Die Kinder fragen nach ihm, sind unruhig, ich weinte nachts.

Bis heute morgen. Da dachte ich plötzlich: Was jammerst du eigentlich rum? Dein Mann hat einen sichreren Job bis zur Pension! Er reißt sich den A**** auf um das Leben was du hast zu ermöglichen! Reiß dich zusammen! Ihr wolltet die Kinder! Ihr wolltet das Haus, habt euch bewusst dafür entschieden, trotz seines Berufes! Also Kopf hoch, Rücken grade, steh zu deinem Wort immer hinter ihm zu stehen und mach deine Arbeit!

So bin ich also aufgestanden, habe unsere Morgenroutine abgespult und sitze nun hier. Mit erhobenem Kopf.

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Ich bin dann mal die Neue…

….oder so…

Ich habe einige Jahre einen Beauty- und was mir sonst noch so einfiel- Blog betrieben, möchte jetzt allerdings getrennte Wege gehen.

Hier wird es um den alltäglichen Wahnsinn mit unseren zwei (bald drei) Zwergen gehen.

Und während ich am Esstisch sitze und mir Gedanken mache wie ich den ersten Post nun gestalte, wirbelt der Herzensmann den Apriljungen umher um ihn von seiner Aufregung abzulenken – Mutsch (meine Schwiegermama) steht im Stau und kommt etwas später – und das Novembermädchen malt Kunstwerke auf ihre Tafel.

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